KAARST Das Sportcenter der SG Kaarst verfügt seit gestern über einen Defibrillator gegen den plötzlich eintretenden Herztod. Auf das Thema war die Sportgemeinschaft Kaarst durch einen Artikel in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung aufmerksam geworden. Die Björn-Steiger-Stiftung mit Sitz in Baden-Württemberg hatte eine Aktion gestartet, um etwa mit Hilfe öffentlich zugänglicher Defibrillatoren wirksam gegen den plötzlichen Herztod angehen zu können.
Das Problem: Jede Minute, die nach Auftreten des gefährlichen Herzkammerflimmerns ohne Hilfe verstreicht, verringert die Überlebenschance erheblich. Die Dauerkontraktion des Herzens ohne Pumpleistung lässt den Patienten bewusstlos werden. Die Folge: Die Atmung setzt aus, und ohne Behandlung tritt schon nach kurzer Zeit der Tod ein. Rettung ist mit Hilfe einer unmittelbaren Defibrillation - bei der das Herz mit dosierten Elektroschocks reanimiert werden kann - möglich. Dieser Schock muss aber innerhalb weniger Minuten erfolgen, nur dann besteht eine realistische Überlebenschance für den Betroffenen. In dieser Zeit kann aber oft noch kein Notarzt vor Ort sein.
Um dem Patienten auch ohne Anwesenheit eines Arztes sofort helfen zu können, hält die SG Kaarst für ihr Sportcenter jetzt einen Defibrillator vor. Die Anschaffungskosten trägt die Stadtsparkasse Kaarst-Büttgen. Für den sicheren Einsatz werden mehrere Mitarbeiter des Sportcenters in der Handhabung des Gerätes ausgebildet. Ein Kardiologe der Björn-Steiger-Stiftung übergab das Gerät gestern der Sportgemeinschaft Kaarst. Die Stiftung kooperiert bundesweit mit Ärzten, die Schulungen zur Handhabung der Defibrillatoren übernehmen.
Sorge, mit dem Gerät nicht zurechtzukommen, brauchen die Anwender nicht zu haben. Der Defibrillator analysiert die Situation des vom Kammerflimmern des Betroffenen und gibt eine konkrete Handlungsanleitung.